Das Caféhaus gehört zu Wien wie der Wein oder das Raunzen. In den letzten Jahren raunzte ich, an besonders schönen Orten an denen mich nach einen Café dürstete es aber keinen gab. „Sei froh, dass diese Schöne Gegend nicht verschandelt wird“ sagte man mir. Und dennoch: Der Wunsch blieb und wuchs zu einer Idee für ein Caférad .

Öffentliche Räume unterliegen im temporalen Ablauf einer regelmäßigen Neuinterpretation. In jüngster Vergangenheit werden diese Zonen der öffentlichen Begegnung verschiedentlich aufgewertet um der Paradoxie der zunehmenden Privatisierung des Öffentlichen Einhalt zu gebieten. Die Aufwertung verläuft anhand von interaktiven Knotenpunkten, die zum verweilen und Gespräch einladen. So wurden Gärten und Cafés seid je her als Instrumente der Erbauung im urbanen Raum eingesetzt und angesehen. Diesem Bedürfnis spürt das Caferad nach und zeigt weithin Flagge was privatinitiativ Möglich ist. Das Ergebnis des Verlangens war ein CafeRad welches Ausdruck von angewandter Kunst auf der Straße ist. Architektur in lautloser CO2 neutraler Bewegung, der rollende Beweis für die Innovationsfreude Wiens, ein massives Stadtmöbel mit Stil, die Verschmelzung von Urbanität mit Mobilität.